Die kleine Gemeinde Fucking (ja, sie heißt wirklich so) liegt in der Nähe des Inn und hat wohl das meistfotografierteste und sehr zur Trauer zahlreicher Möchtegern-Langfinger das am besten betonierteste Ortschild in ganz Österreich. Durch die Verbreitung des ursprünglich englischen, doch heute weltweit so geläufigen wie vulgären Verbs „to fuck“ ist das eigentlich so beschauliche Dörfchen in letzter Zeit in den Mittelpunk internationaler Aufmerksamkeit gerutscht. Dabei ist der Ortsname seit dem Jahr 1070 belegt und gründet sich nicht etwa auf ein unanständiges Ereignis, sondern leitet sich vom Namen eines Adelsgeschlechts ab.
Die Bekanntheit des Örtchens nahm nun noch zu als clevere Marketingstrategen das Potential des Ortsnamen erkannten und die Biersorte „Fucking Hell“ begründeten. Auch hier wird natürlich mit dem doppeldeutigen Namen gespielt.
(http://www.ezo-beer.com/eng/fucking-hell.htm)
Die deutsche Bedeutung des „Hellen“ aus „Fucking“ ist jedoch etwas irreführend, wird das Bier doch gar nicht in Österreich, sondern in der Brauerei Waldhaus im Schwarzwald gebraut.
Herkunft hin oder her, der Name funktioniert. Noch bevor der erste Liter gebraut war, war „Fucking Hell“ in aller Munde. Fluchen, Pöbeln und Alkohol passen ja bekanntermaßen gut zusammen.
Doch wie steht es dabei mit dem Geschmack? Zum Pils lässt sich sagen, dass es einen Alkoholgehalt von 4,9% vol. hat und aromatisch-mild die südlichen Wurzeln im Schwarzwald spüren lässt.
Ein Kasten des Gebräus ist auf jeden Fall ein witziges Gastgeschenk und verbreitet auf der Party einfach „höllisch gute Stimmung“. Ob das dann am Namen, dem Geschmack, dem Alkohol oder der Mischung aus allem liegt ist ja wohl „verdammt noch mal“ egal…
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