Die Kunst des Bierbrauens gehört einfach zur deutschen Kultur, darauf ist man berechtigterweise stolz. Die meisten Brauereien werben deshalb gern mit einer langen Schanktradition, heimeliger Familienwirtschaft oder eben volkstümlichem Schick wie Trockenblume, Trachtenkleidung und Tonkrugmalerei.
Bei der Marke Beck‘s ist es da allerdings etwas anders – und das von Anfang an.
1873 gründete Heinrich Beck zusammen mit Lüder Rutenberg und dem Buchhalter Thomas May die Kaiserbrauerei Beck & May OHG. Das später mehrfach, darunter sogar kaiserlich, ausgezeichnete Bier war aber nicht für den heimatlichen Markt bestimmt, sondern ging als deutscher Exportschlager über die Weltmeere. Erst 1949 wurde Beck’s erstmals im Inland verkauft. Schon optisch machte das so genannte „Schlüsselbier“ auf sich aufmerksam: Mit seinem Logo von weißem Schlüssel auf rotem Grund erinnert es zwar stark an das heimische Bremer Wappen:
Doch war und ist das Bier nicht in gewöhnlichen braunen, sondern eben grünen Flaschen abgefüllt. Und das ist schon etwas Besonderes.
Die Beck‘s Brauerei wusste ihr Bier stets gut zu vermarkten. Wer heute die Website besucht, findet sich in einer trendigen jungen Welt wieder und auch Werbung für die großen Sponsorings der Marke im Bereich Funsport, Musikwelt und Events.
Schon 1955 schaltete die Marke einen bundesweite Werbeaktion unter dem Slogan: „Beck’s (Bier) löscht Männerdurst“. 1975 wurde dieser Männerdurst in den politisch korrekteren Kenner-Durst gewandelt und 1988 endlich fährt der Großsegler Alexander von Humboldt als Werbeschiff für: „Beck’s - Spitzen-Pilsener von Welt“. Mit „Sail away“ wurde sogar ein Musikhit gelandet und „The Beck’s Experience“ wurde zu einem der beliebtesten Trinkgewohnheiten in deutschen und auch internationalen Bars.
Wer allerdings seinen Urlaub in der Hansestadt verbringt und vielleicht sogar einen Ferienwohnung in Bremen hat, wird sich nun vielleicht wundern, wie schwierig ein Beck´s in den heimischen Kneipen zu bekommen ist. Im Beck’sund Haake-Beck Besucherzentrum kann man sich jedoch bei einer Tour durch „Museum, Rohstoffraum und Sudhaus, vorbei an Malzsilos, Gär- und Lagertanks und Labor“ auf Deutsch und Englisch über das Unternehmen informieren.
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