Schon der große Dichter William Shakespeare erkannte und hielt für die Nachwelt fest:
»Denn eine Kanne Bier - das ist ein Königstrank. «
Goldgelb, nahrhaft und, wenn gut gebraut, auch ein unglaublicher Gaumenschmaus. Das steht auch einem König gut zu Gesicht. Doch wie ist es eigentlich um die „königlichen Bieren“ bestellt, den adeligen Gerstensäften in der Familie des Gerstensaftes?
Der bekannteste Monarch ist wohl das "König Pilsener". Es stammt aus der König-Brauerei in Duisburg-Beeck und trägt seinen Titel seit nun schon 100 Jahren. Ein echter Blaublüter ist es trotzdem nicht, denn der Namensparton und Brauereibegründer Theodor König wurde 1825 in der Bauerschaft Übbenhagen als einfacher Bürgerssohn geboren, weit davon entfernt in goldenen Windeln gewickelt zu werden. Dafür trägt nun sein Erbe, das König Pilsener, ein goldenes Mäntelchen auf der braunen Haut und ist, doch zumindest „DAS König der Biere“.
Wo ein König ist, muss es eigentlich auch immer eine Königin geben.
Die Marke WARSTEINER feiert sich selbst in der Werbung als „Eine Königin unter den Bieren“. Dieser Titel hat jedoch wieder um nichts mit der edlen Herkunft des Brauereierzeugnisses zu tun, sondern sollte schon in den 1960ern Frauen zu neuen Konsumentinnen des edlen Getränkes verführen.
Doch gibt es durchaus auch echte Titel: Das „König Ludwig Weissbier“ zum Beispiel ist ein „Bier von königlicher Hoheit“. Die Traditionsbrauerei der edlen Wittelsbacher wird auch heute noch von adliger Hand geführt. Luitpold, Prinz von Bayern, ist hier der Geschäftsführer.
Die Bayrische Bierkönigin wiederum, hat nichts mit seinem Königshaus zu tun. Zwar trägt sie ein gekröntes Haupt, doch ist sie nicht „hochwohlgeboren“ sondern ins Amt gewählt. Ein Jahr dauert ihre Regentschaft, in der die Dame im Dirndl als Botschafterin das „Bayerischen Biers“ in aller Welt bewirbt.
Ein prima Job, das muss man ihr lassen …