Das bayrische Oktoberfest hat Kultstatus und ist auf der ganzen Welt als typisch deutsches Fest bekannt. In Kanada, Brasilien und sogar Asien hat es reichlich Nachahmer gefunden, doch das Original ist einfach unvergleichlich, genau wie der Geschmack der „Wiesenbiere“.
Dieses spezielle Bier, die „Wiesn Märzen“, enthält mehr Stammwürze und einen höheren Alkoholgehalt und wird heute extra für dieses riesige Fest gebraut.
(Beispiel eines Märzenbiers der Brauerei Dinkelacker)
Dabei war es in früheren Zeiten genau umgekehrt der Fall, dass einige Oktoberfeste in Bayern gefeiert wurden, um das eingelagerte Märzenbier vor dem Anfang der neuen Brausaison aufzubrauchen.
Anlässlich der Hochzeitsfeier des bayrischen Kronprinzen Leopold im Jahr 1810 fand in München auf der Theresienwiese jedoch ein Pferderennen statt – und das Oktoberfest, wie es heute bekannt ist, war geboren.
Auftakt des Oktoberfests ist traditionell der Einzug der Wiesnwirte. Die Münchner Brauereien Spaten-Franziskaner-Bräu, Augustiner, Paulaner, Hacker-Pschorr, Hofbräu und Löwenbräu sind sogar mit eigenen Festzelten vertreten. Um Punkt 12 Uhr schließlich sticht der Oberbürgermeister im Schottenhamel-Festzelt das erste Bierfass an und das größte Volks- und Bierfest der Welt ist eröffnet.
(Wikimedia Commons, Urheber: senator86)
Jährlich vergnügen sich über sechs Millionen Besucher auf dem Gelände. Neben den großen Festhallen, die die Zelte ja vielmehr sind, locken halbe Hähnchen, Kutschen, Lebkuchenherzen und Karussellfahrten Menschen jeden Alters und aus „Allerherrgottsländer“ auf die Wiesn. Dabei setzt sich der Trend zur Tracht durch. Wer zünftig seine Maß genießen möchte, die übrigens ein stolzes Sümmchen kostet, sollte in „feschen“ Lederhosen, beziehungsweise hübschen Dirndln, erscheinen, wenn es wieder heißt: „O’zapft is!“
Tipp: Zur Oktoberfestzeit sind die Hotels und Herbergen der Stadt restlos ausgebucht. Wohl dem, der rechtzeitig daran gedacht hat sich nach einem Urlaub in einerFerienwohnung zu erkundigen.
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